Bestell- und Beratungshotline: +49 (9129) 4030-0 

Zahntechnisches Know-How

Edelmetall gehört zu den besten zahnmedizinischen Versorgungen

Wenn man heutzutage als Zahntechniker Messen besucht oder mit Kollegen spricht, scheint es, als wären Edelmetalle aus den zahntechnischen Laboren nahezu verschwunden und viele meinen, dass der Grund dafür die Verfügbarkeit besserer, modernerer Werkstoffe wie Komposit oder Keramik ist.

Dem ist aber nicht so! Für eine Versorgung aus Edelmetall gibt es nach wie vor sehr viele gute Gründe, nur scheinen derzeit viele Zahnärzte nicht mehr daran zu denken. Aber Bewährtes bleibt bestehen: in der Allgemeinmedizin galten bis vor wenigen Jahren Naturheilmittel, die sich wie Zahnersatz aus Edelmetall über tausende von Jahren bewährt haben, als nicht mehr zeitgemäß. Aber wie gesagt: Gutes bleibt bestehen.

So ist es auch in der Zahnmedizin. Hochgoldhaltige Dentallegierungen eignen sich aufgrund der hohen Duktilität (das ist die Eigenschaft eines Werkstoffs, sich unter Belastung plastisch zu verformen, wie z.B. beim Kauen) ganz besonders für

  • Inlays
  • Onlays
  • Bruxer Kauflächen (Bruxismus = Zähneknirschen)
  • Zahnhalsfüllungen oder
  • bei Prothesen auf Impantaten.


Gold hat eine ähnliche Härte wie Zahnschmelz – gerade Zähneknirscher profitieren von einer Edelmetallkaufläche.

Vorteile von Zahnersatz aus Edelmetall

  • Je nach thermischer Behandlung (z.B. Bio Ethic) kann auf die individuellen Anforderungen des Patienten reagiert werden. Nur eine Legierung für alles. So kann der Materialvielfalt vorgebeugt werden. Bio Ethic hat eine angenehme, unauffällige Farbe und besitzt den klassischen Keramik-WAK Bereich, der wieder bevorzugt wird. Implantlegierungen wären auch sicher geeignet.

  • Implantatgetragener Zahnersatz hat keine Dämpfung, Patienten besitzen keinerlei Sensorik, was den Zahnersatz extrem belastet. Die Folge sind ständige Abplatzungen der Verblendung und Prothesenbrüche. Kauflächen aus Edelmetall können die entsprechende Stabilität mit sich bringen ohne ständig repariert werden zu müssen.

  • Bei Patienten mit fehlender Front-/Eckzahnführung können sich Funktionsflächen adaptieren – dies ist bei Zirkon oder Keramik unmöglich!

  • Des Weiteren ermöglichen geeignete Goldlegierungen auch eine Adaption an den Präparationsrand, durch entsprechend niedrige Dehngrenzen und damit einhergehende Dichtigkeit der Ränder.


Jahrzehntelang wurde in der Zahnmedizin nach Materialien gesucht, die sich darstellen wie der natürliche Zahnschmelz. Keramiken waren zu spröde und zu hart, Kunststoffe zu spröde oder zu weich.  Edelmetall kann / konnte und kann die Anforderungen am besten erfüllen!

Einfach beständig

Die Haltbarkeit von Kunststoff- und/oder Komposit-Füllungen beträgt 3-10 Jahre, die von Gold-Inlays, -Onlays oder -Teilkronen 10-20 Jahre. Nebenbei besitzt Edelmetall einen beständigen Wert.

An Gold wird nicht mehr „gedacht”?

Auf Messen Vorträgen usw. werden selten Edelmetalle erwähnt, denn sie sind erforscht und bekannt. Eher sind Themen wie „digitaler WorkFlow”, „Implantate” und Verfahrenstechniken zur Erstellung von Zirkon-Zahnersatz oder die Vermeidung von Misserfolgen bei Zirkon-Zahnersatz gefragt. Die Materialien werden als Blanks in verschiedenen Formen zur Verfügung gestellt zur Verarbeitung im Labor oder werden industriell verarbeitet nach digitalen Datensätzen, die der Kunde bestimmt.

Zahntechniker arbeiten mehr und mehr digital, das ist bequemer, sauberer und sicherer, ein Datensatz kann gespeichert werden. Junge Laboratorien investieren eher in digitale Verarbeitung als in manuelle. Die Zahntechnik befindet sich im Umbruch von manueller zur digitalen Verarbeitung. Viele „Jungtechniker” verlieren daher leider an manuellen Fähigkeiten.

Krankenkassen

Zumindest in Deutschland hat man mittlerweile den Eindruck, dass es eine 2-Klassen-Medizin und eine Kassen-Mentalität gibt. Der Deutsche war es gewohnt, von der KV Zahnersatz bezahlt zu bekommen. Der Zahnersatz wurde dabei verordnet, ohne den Patienten zu befragen. Der Patient hatte aber auch selbst kaum Interesse an Informationen zum Zahnersatz.

Seit geraumer Zeit ist dem nicht mehr so. Privat Versicherte bekommen oft die beste Lösung. Sie sind es aber auch, die sich z.B. im Internet schlau machen oder vom Zahnarzt beraten lassen, was die für sie beste Lösung ist (mündiger Patient).

Bei den gesetzlich Versicherten müssen ca. 60 -70% der Kosten selbst getragen werden. Viele Zahnärzte erleben häufig, dass Kassenpatienten für ihren Zahnersatz kein Geld ausgeben möchten – „Hauptsache weiß und günstig”! Zahnersatz kann aber sehr viele gesundheitliche Probleme auslösen. Würde man Patienten fragen, wie viel sie für eine Herzklappe ausgeben möchten, wäre das Sparverhalten sicher ein anderes.

Häufig ist die Annahme des Zahnarztes, dass der Patient kein Geld ausgeben möchte, aber auch grundweg falsch. Hinterfragt man, warum sich Patienten z.B. für eine Versorgung aus NEM (Stahl) entschieden haben, sind diese oft sehr überrascht - es wurde ihnen gar keine Alternative angeboten.

Für die Zahngesundheit

Letztendlich muss als oberstes Ziel das Wohl des Patienten stehen. Wir als Industriepartner von zahntechnischen Laboren und Zahnärzten können nur darauf achten, dass unsere Materialien über größte Biokompatibilität verfügen und nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt werden. Letztlich liegt es am Behandler, welchen Zahnersatz er dem Patienten verordnet und ein bisschen auch am Patienten, für sich und seine Gesundheit eine gute Entscheidung zu treffen. Und da ist (auch wenn es derzeit vielleicht nicht „trendy” ist) Edelmetall nach wie vor eine beständige und medizinisch bewährte Lösung!

 



Suchen

User Login